3796 - 3799

Nach der Eröffnung des elektrischen S-Bahn-Verkehrs auf der Wannseebahn im Mai 1933 und der Auslieferung der Züge der »Stadtbahner« bzw. »Wannseebahner« arbeitete die DRG weiter an der Optimierung der S-Bahn-Züge. Bereits seit 1931 stand fest, dass die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin ausgetragen werden sollten, wo sich die S-Bahn nach dem Willen der neuen Machthaber ab 1933 besonders innovativ und leistungsfähig zeigen sollte. Hierzu gehörten auch neue hochmoderne S-Bahn-Züge, wobei nicht nur die Aufstockung des vorhandenen Wagenparks im Vordergrund stand, sondern auch die Umstellung des Expressverkehrs zwischen Anhalter Bahnhof und Zehlendorf auf die elektrischen Züge. Diese wegen des meistens besser betuchten Klientels als »Bankier-Züge« titulierten Verbindungen wurden zu Stoßzeiten über die Fernbahngleise der Stammbahn geführt und fuhren ohne Halt bis Zehlendorf durch, wofür auch die Fernbahn 1933 mit Stromschiene ausgerüstet wurde.

Auf der Basis der beiden 1933 ausgelieferten Versuchswagen C4esT-32a / BC4es-32a aus der Wannsee-Bauserie bestellte die DRG im Juli 1933 insgesamt zwei Halbzüge, bestehend aus jeweils zwei Trieb- und Beiwagen, die verschiedene Neuerungen erhalten sollten. Hierzu gehörte eine weitere Gewichtsersparnis durch nunmehr vollständig geschweißte Wagenkästen und damit einhergehend eine bessere Beschleunigung. Die Höchstgeschwindigkeit sollte erstmals bei 100 oder sogar 120 km/h liegen, wobei für eine Optimierung der Laufeigenschaften teilweise amerikanische Drehgestelle verwendet werden sollten. Die Züge wurden gegenüber den Vorgängerbauarten optisch völlig überarbeitet und besaßen nun eine deutlich gerundete und gefällige Stirnfront. In die dreifenstrige Stirnfront wurde eine versenkte Zugzielanzeige und zwei Spitzenlichter integriert, die zwei Rücklichter befanden sich nun darunter erstmalig ebenfalls in der Front versenkt. Bei dem 3799 wurden abweichend größere Lampen verwendet, bei denen die Rücklichter im Reflektor integriert waren. Auch die Scharfenbergkupplung wurde nun in die Frontgestaltung einbezogen.

Die Wagen wurden als 3796-3799 bzw. 6306-6309 ausgeliefert, erhielten aber noch 1936 die etwas von der bisherigen Norm abweichende Nummern 4501-4504 bzw. 8501-8504, um die höhere Endgeschwindigkeit betrieblich besser herausstellen zu können (siehe dort).

Triebwagen

Fahrzeugnummer Hersteller (mech.) Fabriknummer Baujahr Gattung Bauart        
4 Fahrzeuge
3796 O&K (Berlin) ? 1934 C4esT-34 Bo'Bo'-el Es liegen Fotos dieses Fahrzeugs vor.
3797 O&K (Berlin) ? 1934 C4esT-34 Bo'Bo'-el Der Verbleib dieses Fahrzeugs ist unbekannt.
3798 O&K (Berlin) ? 1934 C4esT-34 Bo'Bo'-el Es liegen Fotos dieses Fahrzeugs vor. Dieses Fahrzeug wurde verschrottet.
3799 O&K (Berlin) ? 1934 C4esT-34 Bo'Bo'-el Es liegen Fotos dieses Fahrzeugs vor. Der Verbleib dieses Fahrzeugs ist unbekannt.

Beiwagen

Fahrzeugnummer Hersteller (mech.) Fabriknummer Baujahr Gattung Bauart        
0 Fahrzeuge

Ein Hinweis in eigener Sache: Auf Grund der Komplexität des Themas »Berliner S-Bahn« fehlen aktuell noch zahlreiche Lebensläufe der Bei- und Steuerwagen der Berliner S-Bahn. Wir ergänzen diese Fahrzeuge momentan Schritt für Schritt. 2022 werden die Daten voraussichtlich vollständig erfasst sein.