Verbrennungstriebwagen

Die Beschaffung von Verbrennungstriebwagen bei der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft begann im Jahre 1924. Die DRG, die gerade erst aus den Reichseisenbahnen hervorging, stand unter enormem Kostendruck, da sie eigens gegründet wurde, um als Pfandobjekt für die Reparationsverpflichtungen gegenüber der Entente einen Gewinn von 660 Mio. Reichsmark jährlich zu erwirtschaften und abzuführen. Ausgerechnet der niederrangigere Personenverkehr verursachte aber die höchste Defizite bei der DRG, so dass dringender Handlungsbedarf bestand: Nahezu überall im Deutschen Reich rollten beschauliche Dampfzüge über das weitverzweigte Nebenbahnnetz, die mit großem Personalaufwand betrieben werden mussten. Gesucht wurden daher wirtschaftlichere Fahrzeuge vor allem für schwächer frequentierte Zweigstrecken, die die Betriebskosten drastisch senken konnten. Der Omnibus eroberte erst ganz allmählich die Straßen, doch stand dieses preiswerte Fahrzeug als Vorbild für ein Schienenfahrzeug frühzeitig im Raum.

Die Triebwagenidee war keineswegs neu: Von den Länderbahnen übernahm die DRG immerhin 22 Triebwagen mit Verbrennungsmotor, doch war man mit diesen nicht glücklich: Sie galten bislang in technischer Hinsicht als unausgereifte und wenig praxistaugliche Fahrzeuge, die zu hoher Schadanfälligkeit neigten. Erfolgversprechender waren die ersten benzolmechanischen Triebwagen, wie sie bereits seit 1921 bei DWK gebaut wurden.

nummerierte die Triebwagen dreistellig, wobei die Direktionsbezeichnung Teil der Betriebsnummer war.

Im Jahre 1937 ging die DRG...