Bahndiensttriebwagen

Im Nummernplan vom 01.01.1968 wurden erstmalig auch Bahndienstfahrzeuge mit Baureihenbezeichnungen versehen, nachdem diese analog der Wagennummern eigene und nach Direktionsbezirken geordnete vierstellige Nummern besaßen. Dabei konnte in jeder Direktion die gleiche Nummer vergeben werden. Diese Nummern besaßen jedoch nur Aussagekraft über den Funktionsbereich des Fahrzeuges, keine dagegen über die genaue Bauart. Insofern bot es sich an, auch hier die Aussagekraft des Nummernschemas zu erhöhen.

Im neuen Nummernplan war die Traktionsart 7 (d.h. Baureihennummern 701-799) für "Sonderfahrzeuge" reserviert. Zu solchen Sonderfahrzeugen gehörten nach damaliger Vorstellung neben den Bahndienstfahrzeugen auch noch die leichten Schienenbusse. Innerhalb dieser Traktionsart wurden folgende Nummernkreise reserviert:

  • 701 - 709: Fahrleitungsinstandhaltungsfahrzeuge (701-703*)
  • 711 - 719: Prüf- und Untersuchungsfahrzeuge (711-715*)
  • 721 - 729: Messfahrzeuge (721-723*)
  • 791 - 799: Schienenbusse (795, 797, 798*)

Angaben in Klammern (*) geben die 1968 tatsächlich vergebenen Baureihennummern an.

Dieses Nummernschema wurde erstmalig 1974 mit der Indienststellung des Schienenprüfzuges 719/720 durchbrochen und auch anschließend nicht mehr fest eingehalten. Ungeachtet ihres Einsatzzweckes wurden daraufhin neue Fahrzeuge vor allem ab Ende der 1980er-Jahre mit freien Baureihennummern belegt.

Im Gegensatz zur DB haben wir auf triebwagenarchiv.de jedoch die Schienenbusbauarten 795, 796, 797 und 798 den Verbrennungstriebwagen direkt zugeordnet.