403

403 523. Foto: M. Werning
403 523 mit offener Bugklappe in Duisburg (2011) Foto: M. Werning
Nummernbereiche
Die Nummernvergabe der Züge folgt dabei folgendem Schema:
403.0EndwagenApmzf
403.1TrafowagenAvmz
403.2StromrichterwagenAvmz*/Bvmz
403.3-BRvmz
403.8-Bpmbz
403.7StromrichterwagenBpmz
403.6TrafowagenBpmz
403.5EndwagenBpmzf

Für die Weiterbeschaffung von ICE-Zügen, insbesondere für die Eröffnung der Schnellfahrstrecke Köln - Frankfurt (Main) im Jahre 2000, wurden schon um 1993 verschiedene Triebzugkonzepte verfolgt, die eine Weiterentwicklung des ICE 2 (Baureihe 402) vorsahen. Zum Jahresanfang 1994 wurde allerdings entschieden, dass der als ICE 2.2 projektierte Zug eine Abkehr vom bisher bei den ICE 1 (401 | 801-804) und ICE 2 (402 | 805-808) verwirklichten Triebkopfprinzip erfahren sollte und als Triebwagenzug ausgeführt wird, nachdem Berechnungen dies für das besondere Aufgabengebiet - nämlich eine durchgehende Geschwindigkeit von 300 km/h trotz starker Steigungen und europäischen Kompatibiltätsvorgaben - als die geeignetere Ausführung ansahen. Erfahrungen hierzu sammelten die Hersteller mit dem angetriebenen Versuchs-Mittelwagen 410 203, der von 1997 bis 1999 in einem planmäßigen ICE 1-Zug mitlief und Praxiserfahrungen mit Antriebskomponenten lieferte.

Der ICE 3 wurde als achtteiliger Zug mit einer Gesamtlänge von 200,84 m konzipiert, dessen Antriebselektrik über die gesamte betrieblich nicht trennbare Einheit verteilt ist. Im Juli 1994 bestellte die Deutsche Bahn AG bei der Arbeitsgemeinschaft ICE 2 (bestehend aus Siemens-Duewag, Bombardier, Adtranz und Alstom LHB) insgesamt 50 Züge, von denen 37 als Baureihe 403 ausschließlich für das 15 kV 16 2/3-Netz ausgeführt werden sollte. 13 weitere Züge wurden viersystemtauglich ausgeführt (siehe Baureihe 406). Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330 km/h. Das Design wurde so gewählt, dass eine Verwandschaft zu den parallel entwickelten ICT-Zügen (Baureihen 411, 415 und 605) erkennbar ist.

Die erste Garnitur wurde im Juli 1999 präsentiert. Die Auslieferung der 403 001-037 erfolgte zwischen Mai 2000 und August 2001, die ersten Einsätze finden im Messeverkehr zur Expo 2000 in Hannover statt. Ab November 2000 werden Planeinsätze in den Laufplänen der ICE 2-Einheiten absolviert. Seit August 2002 befahren die Züge im planmäßigen Einsatz mit 300 km/h die Neubaustrecke Köln - Frankfurt (Main).

Im Laufe des Jahres 2002 wurde die Inneneinrichtung der Züge umgebaut, um Planungsfehler insbesondere beim Gastronomiekonzept zu korrigieren. Der Speisewagen wurde durch einen Bistrobereich und zusätzliche 2.-Klasse-Plätze ersetzt. Dabei wurde auch der bislang mit der 1. Wagenklasse ausgestattete Avmz 403.2 in einen 2.-Klasse-Wagen umgebaut (neue Gattung: Bvmz 403.2) und insgesamt der Sitzabstand verringert.

Noch im März 1999 wurden 13 Züge einer 2. Bauserie (403 051-063 ff) bestellt, die bereits 2004 fertiggestellt wurden, aber wegen angeblicher Fertigungsmängel erst zwischen November 2005 und Februar 2006 abgenommen wurden. Äußerlich sind diese an den kleineren Dachaufbauten für die Klimaanlagen zu erkennen.

Am 9. Juli 2008 kam es am Mittelwagen 403 710 bei niedriger Geschwindigkeit im Kölner Hauptbahnhof zu einem Treibachsenbruch, dessen anfänglich ungeklärte Ursache sich zu einer weitreichenden »ICE-Krise« ausbreitete: Das Eisenbahnbundesamt verfügte daraufhin eine drastische Senkung des Kilometergrenzwertes zwischen den Untersuchungsintervallen und legte umgehend von 67 Züge 61 still, die diesen Grenzwert überschritten hatten. Nachdem im Oktober 2008 auch an einem 411 Unregelmäßigkeiten auftraten, schränkte die DB AG zur Entlastung der Werkstätten den Verkehr mit ICE 3-Zügen massiv ein, so dass bis Sommer 2009 Ersatzzüge in Notfahrplänen ersatzweise verkehren mussten.