406

406 003. Foto: M. Werning
406 003 in voller Fahrt bei Düsseldorf-Angermund (2007) Foto: M. Werning
Nummernbereiche
Die Nummernvergabe der Züge folgt dabei folgendem Schema:
406.0EndwagenApmzf
406.1TrafowagenAvmz
406.2StromrichterwagenAvmz*/Bvmz
406.3-BRvmz
406.8-Bpmbz
406.7StromrichterwagenBpmz
406.6TrafowagenBpmz
406.5EndwagenBpmzf

Im August 1994 bestellte die DB AG bei der Fahrzeugindustrie neben den 37 Einsystemzügen der ICE 3-Bauart (Baureihe 403) auch eine Mehrsystemvariante für den internationalen Einsatz, die als »ICE 3M« projektiert wurde. Insgesamt 13 Garnituren wurden als Viersystemzüge bestellt, die neben dem 25 kV/50 Hz-Wechselstromnetz auch die französischen, belgischen und niederländische Altbaustrecken mit 1,5 kV und 3 kV Gleichstrom befahren können sollten. Neben den antriebstechnischen Zusatzausrüstungen mussten auch die umfangreichen Sicherheitsbestimmungen berücksichtigt werden. Die ursprünglich ebenfalls angedachte Zweisystem- (Baureihe 404) und Dreisystem-Variante (Baureihe 405) wurden hingegen nicht realisiert.

1995 schlossen sich die Niederländischen Staatsbahnen (Nederlandse Spoorwegen, NS) mit einem Auftrag über vier weitere Züge an, die in einem gemeinsamen Fahrzeugpool mit den deutschen 406 auf der Linie Amsterdam — Köln – Frankfurt (Main) zum Einsatz kommen (406 051-054 ff.). Die Züge werden ebenfalls in Frankfurt (Main) gewartet.

Die 406 unterscheiden sich für den Außenstehenden nur in wenigen Details von den 403-Triebzügen. Auffälligster Unterschied ist die Ausrüstung mit insgesamt sechs Stromabnehmern dreier verschiedener Ausführungen, die sich jeweils über den Mittelwagen befinden. Im Innenraum mussten einige Sitzplätze der Trafowagen (406.1 und 406.6) für zusätzliche Schaltschränke zur Aufnahme weiterer Mehrsystemkomponenten entfallen. Von der Innenraumgestaltung und der Anordnung der Wagen entsprechen die 406 ansonsten genau den 403.

Die Auslieferung der 406 erfolgte zunächst zeitgleich mit den 403-Auslieferungen, zudem wurden die Züge anfangs in 403-Plänen eingesetzt. Am 23. Oktober 2000 nahm die DB und die NS den grenzüberschreitenden ICE-Verkehr zwischen Amsterdam und Frankfurt (Main) auf, wobei die Züge die Grenze bei Emmerich ohne Systemhalt überfahren. Hierbei werden die DB-406 und NS-406 in gemeinsamen Plänen verwendet. Die niederländischen Züge unterschieden sich anfangs durch den seitlichen »Restaurant«-Schriftzug (statt »BordRestaurant« bzw. »BordBistro«) und dem NS-Logo auf der Front von den DB-Zügen. 2008 wurde das NS-Logo mdurch einen »HiSpeed«-Schriftzug ersetzt.

Ab dem Winterfahrplan 2002 wurden die 406 auch in der Relation Frankfurt (Main) - Köln Bruxelles (B) eingesetzt, wobei mangels Zulassung für die Neubaustrecke zunächst das alte Streckennetz in Belgien befahren werden musste (bis 2004). In Belgien ist die Höchstgeschwindigkeit der Züge auf 250 km/h begrenzt.

2006/7 wurden die Züge 005, 006, 008, 009, 012 und 013 bei Bombardier in Hennigsdorf für den Einsatz auf der nach Frankreich führenden Linie Frankfurt - Mannheim - Paris aufwändig angepasst und anschließend als 406 080-085 ff. neu durchnumeriert. Diese Bauart wird jetzt als ICE 3MF bezeichnet. Seit dem 10. Juni 2007 kommen die Züge planmäßig nach Paris, wobei sie auf französischer Seite auf 320 km/h beschleunigen dürfen.