| 415.0 | Trafo-Endwagen | Apmzf |
| 415.1 | Stromrichterwagen | BRpmz |
| 411.7 | Fahrmotorwagen | Bpmz |
| 411.6 | Stromrichterwagen | Bpmbz |
| 411.5 | Trafo-Endwagen | Bpmzf |
Während der laufenden Entwicklung der siebenteiligen IC-T-Triebzüge, die im Dezember 1994 bei einem Konsortium, bestehend aus den Herstellern DWA (Federführung), Siemens, Duewag und Fiat, bestellt wurden, änderte die Deutsche Bahn AG ihre Bedarfsplanung und änderte den Auftrag dahingehend um, dass an Stelle der 40 Zuggarnituren lediglich 32 siebenteilige Züge (Baureihe 411), dafür aber elf Züge einer nur fünfteiligen Variante als Baureihe 415 entstehen sollten. Für die geplanten Einsätze auf der bogenreichen »Gäubahn« in der Relation Stuttgart - Zürich wurden fünf der fünfteiligen Garnituren von vornherein auch für den Einsatz in der Schweiz entsprechend hergerichtet. Hierfür erhielten die Züge Stromabnehmer mit schmalem SBB-Schleifstück (auf dem Endwagen 415.0) und die schweizerischen Zugbeeinflussungssysteme Integra Signum und ZUB 121.
Die Fertigstellung der Züge dauerte bis Anfang 1999 an, eine erste Präsentationsfahrt fand im April 1999 zwischen Stuttgart und Horb statt. Noch 1999 wurden die IC-T entgegen den ursprünglichen Planungen nun doch der ICE-Familie zugeschlagen und nunmehr als ICE-T bezeichnet.
Eine fünfteilige 415-Einheit hat eine Gesamtlänge von 132,6 m, die Antriebselektrik ist (wie bei 403 und 406) über die gesamte betrieblich nicht trennbare Einheit verteilt. Die End- und Mittelwagen werden deshalb allesamt unter der Bezeichnung 415 geführt, wenngleich nicht jeder Wagen Fahrmotoren besitzt. Die Zuggarnitur entspricht exakt ihren 411-Pendants, wobei lediglich der antriebslose Mittelwagen und der zweite Fahrmotorwagen entfallen sind. Auf das BordRestaurant wurde bei den 415 verzichtet, an deren Stelle befindet sich im 415.1 ein Stehbistro. Die 1. Wagenklasse ist nur im Endwagen 415.0 zu finden. Ausstattungsdetails bei den Wagen befinden sich bei jeweiligen Unterseiten mit den Fahrzeuglisten. Bis zu drei Einheiten können mit Scharfenbergkupplungen, die sich hinter den Bugklappen befinden, gekuppelt werden, wobei theoretisch auch eine Kupplung mit ICE-3-Zügen möglich ist.
Schon ab Werk wurden die fünf schweiz-tauglichen 415-Züge mit den Ordnungsnummern 80-84 versehen. Ihr fahrplanmäßiger Einsatz begann ab 30. Mai 1999 auf der Gäubahn. Die übrigen Züge werden vornehmlich als Verstärker für 411-Garnituren verwendet. Im Schweiz-Verkehr kam es in den folgenden Jahren allerdings zunehmend zu Kapazitätsengpässen. Im Herbst 2006 wurden deshalb aus den Schweiz-415 durch einen kompletten Austausch der Mittelwagen mit den 411-Garnituren 20-24 siebenteilige Züge, während aus den 411-Zügen Fünfteiler entstanden. Auf diese Weise entstanden ohne größere Umbauten fünf schweiz-taugliche siebenteilige 411. Die Mittelwagen mussten nur minimal angepasst werden. Die 415-Endwagen wurden in 411 umgezeichnet und umgekehrt, die Mittelwagen behielten allerdings ihre Nummern. Mit den freigewordenen End- und Mittelwagen wurden die fünf neuen 415-Züge 020-024 geschaffen.