424 | 434

423 932. Foto: H. Müller
424 011 bei Haste Foto: H. Müller

1996 bestellte die DB AG bei der Fahrzeugindustrie neben den vierteiligen Regionalverkehrstriebzügen der Baureihen 425 | 435 auch insgesamt 40 Einheiten für den im Aufbau befindlichen S-Bahn-Verkehr im Großraum Hannover. Diese Züge sind weitgehend baugleich mit den 425.0 | 435.0 und unterscheiden sich von diesen nur in einigen Details: Die Züge besitzen stufenlose Einstiege und eine ausfahrbare Trittstufe zur Spaltüberbückung. Dementsprechend wird kein Rollstuhlhublift benötigt. Die Fußbodenhöhe beträgt 796 mm. Trotz LZB-Führung sind diese Züge lediglich für 140 km/h zugelassen, da sie die Laufwerksüberwachung der 425 nicht besitzen.

Ansonsten entsprechen die 424-Züge auch in puncto Ausstattung und Fenster- bzw. Türenanordnung exakt den 425.0-Zügen. Obwohl die Unterbauart 425.2 | 435.2 ebenfalls teilweise eine solche Spaltüberbrückung erhielt und den 424 | 434 völlig entsprechen, wurden diese nicht dieser Baureihe zugeschlagen. Dies liegt daran, dass in den Verträgen zwischen DB Regio und der Industrie Optionen für den Bau weiterer Lieferserien ausschließlich für die Reihe 425 | 435 vorgesehen waren, nicht aber für die 424 | 434.

Die Züge wurden 1999 und 2000 ausgeliefert und sollten zur in Hannover stattfindenden EXPO 2000 in den Planbetrieb gehen. Bei Versuchsfahrten stellte sich aber heraus, dass die unter den Wagenböden hängenden Transformatoren keine ausreichenden Abschirmungen besaßen und deren Streufelder zu Störungen in der Signaltechnik und Bahnübergangssicherungen führten. Daraufhin mussten 423 | 433-Garnituren zunächst im Hannoveraner S-Bahn-Verkehr aushelfen, bis die Züge ab 2001 schließlich nach Behebung der Probleme zur Verfügung standen.

Sämtliche 424 | 434 sind in Hannover stationiert.