| Zweiteiler | Dreiteiler | Vierteiler | Fünfteiler |
| 442.0 | 442.1 | 442.2 | 442.3 |
| 442.5 | 843.1 | 443.2 | 843.3 |
| 442.6 | 443.7 | 443.3 | |
| 442.7 | 443.8 | ||
| 442.8 |
Im Februar 2007 schloss die Deutsche Bahn AG mit Bombardier Transportation einen Rahmenvertrag über die optionale Lieferung von insgesamt 321 Triebzügen einer neuen Fahrzeuggeneration, die der Hersteller unter der Typenbezeichnung »Talent 2« entwickelte. Die Grundkonzeption soll dabei auf dem »Talent« basieren, der im Aachener Werk des Herstellers (ehemals Talbot) ab 1996 größtenteils als Dieselfahrzeug entstand (siehe Baureihen 643 | 943 und 644 | 944). Tatsächlich handelt es sich aber um eine vollständige Neuentwicklung, die ausschließlich im Hennigsdorfer Werk produziert wurde und als Basismodell für eine nach Baukastensystem erstellte Fahrzeugflotte für den Regional- und Nahverkehr diente. Die Triebzüge sind 160 km/h schnell und werden in zwei- bis sechsteiliger Ausführung angeboten. DB Regio bezeichnet seitdem den »Talent 2« als Basismodell für alle künftig zu beschaffenden Regionalbahnzüge.
Der Antrieb der Züge erfolgt über die jeweiligen Endwagen, deren äußeres Drehgestell mit Fahrmotoren ausgestattet ist. Die Mittelwagen ruhen auf Jakobsdrehgestellen, wobei ab der vierteiligen Variante ein angetriebenes Jakobsdrehgestell vorgesehen ist, ab der sechsteiligen zwei.
Im September 2007 wurden aus dem Rahmenvertrag erstmalig 42 vierteilige Triebzüge abgerufen, die unter der Baureihenbezeichnung 428 | 438 für die S-Bahn Nürnberg vorgesehen waren. Daraufhin folgten weitere Bestellungen, im November 2010 waren bereits insgesamt 287 Züge in zwei- bis fünfteiliger Ausführung abgerufen. Da das Eisenbahnbundesamt bei der NVR-Nummernvergabe nicht den Wünschen der DB folgte, werden die Züge nun unabhängig von ihrer Ausstattung und dem Einsatzgebiet generell als 442 (Endwagen), 443 (angetriebener Mittelwagen) und 843 (antriebsloser Mittelwagen) geführt.
Auf der Innotrans-Messe wurde im September 2008 der erste Triebzug 442 212 + 443 212 + 443 712 + 442 712 präsentiert. Die eigentliche Inbetriebsetzung der Züge ab Sommer 2009 verzögerte sich bis über das Jahr 2010 hinaus, da sich während der Bauphase Sicherheitsrichtlinien änderten und der Hersteller für das Zulassungsverfahren nacharbeiten musste. Zudem soll es massive Qualitätsprobleme gegeben haben, so dass die Züge 201 und 212-216 noch in der Konstruktionsphase wieder verschrottet werden mussten. Weitere Züge wurden bereits nach wenigen Testeinsätzen wegen Qualitätsmängeln an den Hersteller zurückgegeben. Nach schwierigen Verhandlungen wurden die ersten Züge ab September 2011 abgenommen und im Dezember 2011 ertmals im Fahrgastverkehr eingesetzt.
Weitere Details zu den Bauserien und Einsatzgebieten finden sich auf den jeweiligen Menüseiten.