Übergang aus der vorangegangen Epoche im Zeitraster. 1994 wurden sämtliche S-Bahn-Triebwagen und -Mittelwagen der Baureihe 420 | 421 von der Deutschen Bahn AG übernommen. Zu diesem Zeitpunkt war die 7. Bauserie komplett ausgeliefert, während die Lieferung der 8. Bauserie mit den Zügen 431-489 in vollem Gange war und bereits bis zum 420 449 + 421 449 + 420 949 fortgeschritten war. Die Auslieferung der 8. und letzten Bauserie wurde zeitlich sehr gestreckt und dauerte bis September 1997 an.
1994 waren die 420 | 421 bei den S-Bahn-Netzen München, Frankfurt (Main) und Stuttgart im Einsatz. Die letzte Bauserie wurde nahezu vollständig in Plochingen beheimatet. Ab 1997 wurden die Züge im neuen verkehrsroten Lack gehalten, bis 2003 waren alle Wagen umlackiert.
Bei der Münchener S-Bahn standen vor allem die ersten Bauserien der 420 | 421 im Einsatz. Mit dem Erscheinen der neuen Baureihe 423 | 433 ab Mai 1999 wurden die betagten Züge schrittweise aus dem Verkehr gezogen und in großer Stückzahl ausgemustert und verschrottet. Im Dezember 2004 fuhr in München der letzte planmäßige 420 | 421. Der erste Triebzug 420 001 + 421 001 + 420 501 verblieb als Museumszug in München, ist aber seit Frühjahr 2010 mangels Fristen nicht mehr einsatzbereit. Der Endwagen 420 002 im »Olympia-Lack« Grau/Blau wurde im Deutschen Museum in Müchen als Exponat aufgestellt.
Von 2002 bis 2005 übergab die Deutsche Bahn AG insgesamt 15 Züge (420 020, 021, 026, 027, 044, 047, 054, 058, 060, 062, 065, 067, 110, 117, 119 mitsamt 421 und 420.5) als Aushilfen für noch nicht einsatzbereite neue S-Bahn-Züge der AB Storstockholms Lokaltrafik für den Stockholmer Vorortverkehr. Hierfür wurden die Züge, die in Schweden als X420 eingereiht wurden, in die eigens gegründete DB Regio Sverige AB überführt, die die Züge nach einigen Anpassungen und einem Neulack in dunklem Blau bereitstellte. Die Züge kehrten nicht mehr nach Deutschland zurück und wurden unmittelbar nach ihren Einsatzende bis Dezember 2005 verschrottet.
Zwischen 2004 und 2009 halfen 420 | 421-Triebzüge nach vieljähriger Pause erneut bei der S-Bahn Rhein-Ruhr (bzw. Köln) aus. Mit dem Erscheinen der neuen Baureihe 422 | 432 konnte hier auf die Züge verzichtet werden, die daraufhin nach Frankfurt (Main) abgegeben wurden.
Im Jahre 2006 baute das Werk Krefeld-Oppum die beiden Züge 420 400 + 421 400 + 421 900 und 420 416 + 421 416 + 420 916 unter dem Projektnamen »ET 420 Plus« zu Versuchszügen für eine aufwändige Modernisierung um. Erklärtes Ziel war es, die noch vergleichsweise jungen Züge der 7. und 8. Bauserie preiswert für eine längere Lebenszeit zu ertüchtigen. Die Inneneinrichtung wurde dabei an die der 423 | 433 angeglichen, die Züge mit einer Klimaanlage, neuen Türanlagen, digitaler Zugzielanzeige und zusätzlichen Fenstern zwischen den Wagen zur Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls ausgestattet. Das Projekt wurde, trotz der Befürwortung vor allem bei der Stuttgarter S-Bahn, fallen gelassen und statt dessen auf eine Neubeschaffung von Triebzügen (Baureihe 430 | 431) gesetzt.
2011 stehen die Triebwagen nur noch bei den S-Bahnen Stuttgart (Plochingen) und Rhein-Main (Frankfurt (Main)) im Einsatz. In Stuttgart ist ein Ersatz der verbliebenen Züge ab 2012 geplant, so dass die Züge ihr Einsatzende vermutlich am Main erleben werden.