| Zeitraster | Triebwagen | Triebwagen | Triebwagen | Triebwagen | Triebwagen | Triebwagen | Triebwagen | Triebwagen |
| 1924-1930 | DRG 2051-2074 | DRG 2101-2134 | DRG 2135-2184 | DRG 2185-2752 | ||||
| 1930-1936 | DRG 3001-3022 | DRG 3023-3056 | DRG 3057-3106 | DRG 3107-3795 | DRG 3796-3799 | |||
| 1936-1937 | DRG 3001-3022 | DRG 3023-3056 | DRG 3057-3106 | DRG 3107-3795 | DRG 4501-4514 | DRG 3800-3833 | ||
| 1937-1941 | DRB 3001-3022 | DRB 3023-3056 | DRB 3057-3106 | DRB 3107-3795 | DRB 4501-4518 | DRB 3800-3833 | DRB 3834-4044 | |
| 1941-1949 | DRB ET 169 | DRB ET 168 | DRB ET 165 | DRB ET 125 | DRB ET 166 | DRB ET 167 | ||
| 1949-1964 | DR ET 169 | DR ET 168 | DR ET 165 | DR ET 166 | DR ET 167 | |||
| 1964-1970 | DR ET 165 | DR ET 166 | DR ET 167 | |||||
| 1970-1992 | DR 275 | DR 277 | ||||||
| 1992-1993 | DR 475 | DR 476 | DR 477 | |||||
| 1994-2004 | DB AG 478 | DB AG 475 | DB AG 476 | DB AG 477 | ||||
Den Nummernbereich 3001-5000 sah die DRG im Nummernplan von 1930 für die Gleichstromtriebwagen der Berliner S-Bahn vor, die ihren Fahrstrom aus einer von unten bestrichenen Stromschiene bezogen. Die dazugehörigen Steuerwagen wurden als 5001 ff eingereiht, die Beiwagen als 6001 ff. Zwischen 1924 und 1930 trugen die Triebwagen abweichende Nummern im Bereich 2051-2752 und die Bei- und Steuerwagen im Bereich 5051-5746 gemäß des Zeitrasters, die aber an dieser Stelle außer Acht gelassen sein solllen.
Bereits 1913 fiel die Entscheidung zur Elektrifizierung des Berliner Vorortverkehrs mit 15 kV 16 2/3 Hz-Wechselstrom über Oberleitung, doch machte der Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Durchführung dieser Pläne unmöglich. Nach dessen Ende wurden die Planungen wieder aufgenommen. Die von der Preußischen Staatsbahn bereits bestellten vier Versuchstriebwagen E.T. 1001-1004 (später: DRG 1007-1010) konnten erst 1920 ausgeliefert werden. Zu diesem Zeitpunkt war aber nach Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung bereits beschlossen worden, dass das Vorortnetz mit 800 V-Gleichstromfahrzeugen zu betreiben sei. Der Strom sollte dabei über von unten bestrichene Stromschienen abgenommen werden.
1922 wurden insgesamt sechs Versuchszüge A-F in Dienst entwickelt, mit denen Erfahrungen gesammelt werden sollten in Hinsicht auf Innenraumgestaltung, Betriebsdurchführung und die Stromversorgung. Jeder Versuchszug bestand aus zwei Halbzügen , die jeweils aus zwei vierachsigen Triebwagen (Gattungen C4esT-22a/b/c/d/e) an den beiden Zugenden und drei dazwischen eingestellten zweiachsigen Beiwagen (Gattungen Ces-22a/b/c/d/e) bestanden. Der Versuchszug F wurden abweichend mit Jakobsdrehgestellen ausgeführt (ein solcher war zu diesem Zeitpunkt auch für Hamburg in Planung) und erhielt die Gattungsbezeichnung C12esT-22. Technische Gründe zwangen die Konstrukteure dazu, die Länge der Beiwagen auf ca. 9,8 m zu begrenzen, während die Triebwagen ca. 20 m lang wurden. Ein kompletter Versuchszug hatte entsprechend eine Gesamtlänge von 135 Metern. Vor allem im Hinblick auf die Inneneinrichtung waren die Züge sehr unterschiedlich ausgestattet. Geliefert wurden die Züge zunächst noch ohne die elektrische Ausrüstung, so dass die ersten Versuchsfahrten auf der Stadtbahn noch im Schlepp von Dampflokomotiven durchgeführt werden mussten. Im Frühjahr 1924 wurde die elektrische Ausrüstung nachgerüstet und mit diesen Fahrzeugen schließlich am 8. August 1924 der elektrische Betrieb auf der Strecke Stettiner Vorotbahnhof - Bernau eröffnet. Die Wagen erhielten anfänglich die Nummern 2051-2074 und wurden 1930 in 3001-3022 umgezeichnet.
Noch bevor die Testergebnisse der sechs Versuchszügen vorlagen, bestellte die Reichsbahn 1924 eine Serie von 17 Einheiten. Diese als Bauart »Bernau« bezeichneten Züge wichen nur in Details von den Versuchszügen A-E ab und erhielten die Nummern 2101-2134 (Beiwagen: 5101-5151). Allerdings wurde nun auch die 2. Wagenklasse eingebaut, so dass sich für einen Halbzug folgende Gattungen ergaben: C4esT-24 - Bes-24 - BCes-24 - Ces-24 - C4esT-24. Den zweiachsigen Beiwagen wurde ein ziemlich unruhiger Lauf nachgesagt, und insgesamt wurden die Züge schon unmittelbar nach Auslieferung als »technisch überholt« erachtet. Sie erhielten 1930 im Anschluss an die Versuchzüge die Nummern 3023-3056 (Beiwagen: 6031-6081).