Die Deutsche Bundesbahn als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn in der englischen und amerikanischen Besatzungszone (»Bizone«, Vereinigtes Wirtschaftsgebiet) wurde am 7. September 1949 gegründet und fortan als »DB« abgekürzt. Sie galt als ein nichtrechtsfähiges Sondervermögen der Bundesrepublik Deutschland. Zum 1. Juli 1952 wurde durch das Bundesbahngesetz vom 18. Dezember 1951 auch das Streckennetz der französischen Besatzungszone, das bislang der Betriebsvereinigung der Südwestdeutschen Eisenbahnen (SWDE) unterstand, in die DB eingebracht. 1957 gelangten auch die Eisenbahnen des Saarlandes (EdS) im Bereich des Saarproktorats nach einem Volksentscheid zur Zugehörigkeit des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutzschland zur DB.
Die DB hatte mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen. Neben den großen Anstrengungen zum Wiederaufbau des kriegsbeschädigten Netzes setzte ab den 1950ern-Jahren massive Konkurrenz durch den Straßenverkehr ein, der die wirtschaftliche Bilanz vor allem der Nebenstrecken dramatisch verschlechterte. Die DB versuchte vor allem mit einem ehrgeizigen Elektrifizierungsprogramm, das in den 1960er-Jahren die wichtigsten Hauptstrecken umfasste, die Netze leistungsfähiger zu machen und den Verkehr zu beschleunigen. 1977 konnte die DB endgültig auf die Dampftraktion verzichten. 1989 wurden erstmals Neubaustrecken in Betrieb genommen, nachdem (bis auf wenige Kilometer) bislang lediglich das vorhandene Stammnetz ausgebaut wurde.
Zum 31. Dezember 1993 endete die Ära der DB. Ihre Nachfolge trat nach langer Vorbereitung die privatwirtschaftlich agierende Deutsche Bahn AG an, die als Folge der deutschen Wiedervereinigung auch die Deutsche Reichsbahn in den östlichen Bundesländern übernahm.
Das Bezeichnungsschema der DB-Triebwagen muss in zwei Epochen aufgeteilt werden: Von der Gründung der DB im September 1949 an bis zum Jahre 1967 galten die noch von der DRB eingeführten Bezeichnungsschemata für Elektrotriebwagen (1941) und Dieseltriebwagen* (1947). Die Nummernsysteme bewährten sich und wurden von der DB weitergeführt und ab 1952 um die Kennbuchstaben "EM" und "VM" für Mittelwagen beider Traktionsarten erweitert – die beiden 1951 gebauten VT 10-Triebzüge erhielten diese Mittelwagenbezeichnungen jedoch noch nicht.
Mehr dazu: Alte Nrn. (1949-67).
Zum 1. Januar 1968 führt die DB auf Anregung der UIC neue computergerechte Nummern ein, bei denen Buchstaben als Typenkennzeichnung auf Grund des damaligen Stands der Informatik nicht mehr vorgesehen waren. Stattdessen floss die Traktionsart ebenfalls in die Baureihenbezeichnung mit ein.
Mehr dazu: UIC-Nrn. (1968-93).