| Zeitraster | Triebwagen | Steuerwagen |
| 1987-1993 | DB 628.2 | 928.2 |
| 1994- | DB AG 628.2 | 928.2 |
Mitte der 1980er-Jahre schlossen die ersten Bundesländer Rahmenvereinbarungen mit der DB über die künftige Gestaltung des Schienenpersonenverkehrs, der erstmalig Klarheit über die künftige Entwicklung von Nebenstrecken und schächer frequentierten Hauptbahnen schaffte. Die DB verpflichtete sich dabei auch zum Einsatz zeitgemäßer Fahrzeuge.
Daraufhin bestellte die DB im Juni 1985 insgesamt 150 zweiteilige Triebzüge der Baureihe 628 | 928 auf der Basis der 1981/82 ausgelieferten 628.1 | 928.1-Vorserie. Der Auftrag wurde dabei auf die Hersteller Duewag (ehem. Uerdingen), MBB und LHB gedrittelt. Die einteilige 627-Variante stand nicht mehr zur Beschaffung an.
Die Konstruktion wurde dabei erneut völlig überarbeitet, wobei nun auch verstärkt die Ergebnisse von Meinungsforschungen in die endgültige Gestaltung der Züge einflossen. Technisch blieb das Konzept der 628.1 | 928.1 aber unangetastet. Einer etwas höheren Dienstmasse von 66,9 t gegenüber der alten Ausführung (61 t) konnten die Entwickler nun aber auch den nun 410 kW leistenden Daimler-Benz-Motor OM 444 A entgegensetzen. Erneut wurde die Stirnpartie überarbeitet und die Zugzielanzeige nun im oberen Bereich des Frontfensters integriert. Im Steuerwagen wurde ein 1.-Klasse-Abteil berücksichtigt. Auffälligste Änderung war die erst 1987 eingeführte neue mintgrün-hellgraue Farbgebung, die die Züge bereits ab Werk trugen.
Zum Jahresende 1986 wurde 628 201 + 928 201 fertiggestellt, die Inbetriebnahme der Züge erfolgte zwischen März 1987 und September 1989. Die Aufgabe der Schienenfahrzeugherstellung bei MBB (ehem. WMD) führte dazu, dass ein Teil des Kontingents auf Duewag und LHB überging.
Die Hoffnung vieler Eisenbahnfreunde, dass durch die neuen Züge die Zukunft mancher Nebenbahn gesichtert sei, erfüllte sich aber nicht. Die neuen 628.2 | 928.2-Einheiten wurden in den zuvor mit den Ländern vertraglich festgelegten Einsatzgebieten verwendet, wobei es sich meistens um leichte Hauptbahneinsätze handelte.
1994 wurde alle 150 Triebzüge von der Deutschen Bahn AG übernommen. Übergang zur nächsten Epoche im Zeitraster.