1001 - 1065

Zeitraster Triebwagen Triebwagen Triebwagen Triebwagen Triebwagen
1914-1920 Pr. E.T. 831-841
1920-1924 DR pr. E.T. 831-841 DR pr. E.T. 1001-1004
1924-1930 DRG 501-506 Bsl DRG 507-510 Bsl DRG 511-521 Bsl DRG
551,552 Mg
DRG
501-506 Hl
1930-1937 DRG 1001-1006 DRG 1007-1010 DRG 1011-1021 DRG
1031, 1032
DRG 1061-1065
1937-1941 DRB 1001-1006 DRB 1007-1010 DRB 1011-1021 DRB 1031, 1032 DRB 1061-1065
1941-1949 DRB ET 87 DRB ET 88 DRB ET 89 DRB ET 82 DRB ET 41
1949-1958 DB ET 87 DB ET 88 DB ET 89

Als die DRG (Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft) 1924 gegründet wurde, waren die ersten mit Wechselstrom elektrifizierten Strecken bereits in Schlesien, Mitteldeutschland, Bayern und Baden entstanden. Im neuen, 1930 eingeführten Nummernschema für Reisezugwagen - denn zu denen gehörten die Elektrotriebwagen zu diesem Zeitpunkt noch - wurden vierstellige Nummern ab 1001 ff für die ET vergeben. Im Nummernbereich 1001 - 1065 reihte die DRG dabei die elektrischen Triebwagen mit preußischer Herkunft ein, die bereits vor 1930 gebaut und noch nach Länderbahnnormalien konstruiert wurden.

Diese fünf Triebwagengruppen wurden 1930 entsprechend der nachfolgenden Listen umgezeichnet. 1937 wurden mit Ausnahme der grau unterlegten Fahrzeuge alle Triebwagen von der verstaatlichten Deutschen Reichsbahn (DRB) übernommen. Übergang zur nächsten Epoche im Zeitraster.

1001 - 1006 (ex 501-506 Breslau)

Triebwagen 1001

Von der Preußischen Staatsbahn gelangten sechs dreiteilige Nahverkehrstriebzüge aus dem Jahre 1914 zur DRG, die aus zwei antriebslosen Steuerwagen und einem dazwischen eingestellten Motorwagen mit Post- und Packabteil (PwPost3ielT) bestanden und die Nummern 831-842 Breslau trugen. Bei der Entwicklung der Züge 1912/13 hatte der Geheime Oberbaurat Gustav Wittfeld maßgeblichen Einfluss.

Der große fremdbelüftete Doppelmotor im angetriebenen Mittelwagen übertrag das Drehmoment über Vorgelege und Schlitzkuppelstange auf das Triebdrehgestell. Die elektrische Ausrüstung nahm einen Großteil des Motorwagens in Anspruch, der als Zugeständnis an den damaligen Erfahrungsmangel im Bedarfsfall einfach ausgetauscht werden konnte. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 70 km/h.

Die Mitteltriebwagen erhielten ab 1927 die Nummern 501-506 der Breslauer Direktion. Mit Auftsellung des neuen Nummernplans von 1930 wurden sie als 1001-1006 durchnumeriert. Die zugehörigen Steuerwagen, anfangs als Anhängewagen bezeichnet, wurden dagegen als 2001-2006 und 2011-2016 eingereiht.

Hersteller Fabriknr. Baujahr Typ urspr. Gattung Bauart Fahrzeugnr.
Bautzen ? 1907 Bo-ea Altona 700 145       Verbleib ist unbekannt
Bautzen ? 1907 Bo-ea Altona 700 146       Verbleib ist unbekannt
vdZC ? 1911 1Bo-ea Altona 700 147       Verbleib ist unbekannt
Wismar ? 1929 Bo-ea Altona 700 500 Foto(s) vorhanden     Verbleib ist unbekannt

1007 - 1010 (ex 507-510 Breslau)

Triebwagen 1007-1010

Ebenfalls aus dem Jahre 1914 stammten vier Triebwagen der Preußischen Staatsbahn, die gleichwohl im schlesischen Netz als 507-510 der Breslauer Direktion im Einsatz standen, eigentlich aber für den Einsatz auf dem Berliner S-Bahn-Netz gebaut wurden. Die 65 km/h schnellen Züge, die wagenbaulich auf den damals in großer Stückzahl vorhandenen vierachsigen Abteilwagen beruhten, besaßen in jedem Drehgestell einen Fahrmotor, der eine Achse antrieb. Die zugehörigen Steuerwagen erhielten die Nummern 2010 und 2017-2019, die Beiwagen die Nummern 2901-2915.

Hersteller Fabriknr. Baujahr Typ urspr. Gattung Bauart Fahrzeugnr.
LHW ? 1914 C4elT pr 15 (A1)'(1A)'-el 1007       Verbleib ist unbekannt
LHW ? 1914 C4elT pr 15 (A1)'(1A)'-el 1008 Foto(s) vorhanden     Verbleib ist unbekannt
LHW ? 1914 C4elT pr 15 (A1)'(1A)'-el 1009       Verbleib ist unbekannt
LHW ? 1914 C4elT pr 15 (A1)'(1A)'-el 1010       Verbleib ist unbekannt

1011 - 1021 (ex 511-521 Breslau)

DRG 1011-1021
Siemens-Werkfoto eines DRG-Triebwagens aus der Serie 1011-1021 bei Mittelschreiberhau (1927) Foto: Werkbild Siemens / Wiki-Commons

1926 wurde der Bau von Elektrotriebwagen wieder aufgenommen: Wiederum für das schlesische Netz, vor allem für die Strecke Hirschberg - Ober Schreiberhau - Polaun, entstanden elf vierachsige Triebwagen bei L.H.L. und WUMAG (C4ielT, Nummern 511-521 Breslau), bei denen die Tatzlagerfahrmotoren in den beiden Drehgestellen jeweils eine Achse antrieben. Immer noch mussten Teile der elektrischen Ausrüstung in einem eigenen Traforaum im Wageninneren untergebracht werden.

Die 65 km/h schnellen Triebwagen hatten offene Plattformen an jedem Wagenende und erlangten bei Fahrgästen und Eisenbahnern eine gewisse Popularität, die den Fahrzeugen den Spitznamen »Rübezahl« einbrachte. Von 1926 bis 1934 wurden durch Umbau regulärer Personenwagen zahlreiche Beiwagen geschaffen, die die Nummern 2916-2955 trugen und in größerer Anzahl die Zuggarnituren verlängerten. Erst ab 1934 standen eigens gebaute Steuerwagen mit den Nummern 2021-2028 zur Verfügung.

Hersteller Fabriknr. Baujahr Typ urspr. Gattung Bauart Fahrzeugnr.
LHL ? 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1011 Foto(s) vorhanden     Fahrzeug wurde verschrottet
LHL ? 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1012 Foto(s) vorhanden     Verbleib ist unbekannt
LHL ? 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1013       Verbleib ist unbekannt
LHL ? 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1014 Foto(s) vorhanden Beheimatungsdaten vorhanden Untersuchungsdaten vorhanden Verbleib ist unbekannt
LHL ? 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1015       Verbleib ist unbekannt
WUMAG 8212 1/26 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1016 Foto(s) vorhanden   Untersuchungsdaten vorhanden Fahrzeug wurde verschrottet
WUMAG 8212 2/26 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1017 Foto(s) vorhanden   Untersuchungsdaten vorhanden Verbleib ist unbekannt
WUMAG 8212 3/26 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1018       Fahrzeug wurde verschrottet
WUMAG 8212 4/26 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1019       Verbleib ist unbekannt
WUMAG 8212 5/26 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1020       Fahrzeug wurde verschrottet
WUMAG 8212 6/26 1926 CD4iüelT-25 (1A)'(A1)'-el 1021       Verbleib ist unbekannt

1031, 1032 (ex 551-552 Magdeburg)

Triebwagen 1031-1032

Vergleichsweise unbeachtet blieben dagegen zwei 80 km/h schnelle vierachsige Nahverkehrstriebwagen, die 1926 für den Vorortverkehr von Magdeburg gebaut wurden und als 551 Magdeburg und 552 Magdeburg eingereiht wurden. Zwei Beiwagen mit den Nummern 2991 und 2992 waren vorhanden.

Hersteller Fabriknr. Baujahr Typ urspr. Gattung Bauart Fahrzeugnr.
Dessau ? 1926 CD4elT-25a (1A)'2'-el 1031       Verbleib ist unbekannt
Dessau ? 1926 CD4elT-25a (1A)'2'-el 1032       Verbleib ist unbekannt

1061-1065 (ex 501-506 Halle)

DRG 1061-1065

Ebenfalls für das mitteldeutsche Netz wurden 1927 und 1928 auch sechs vierachsige Eiltriebwagen als 501-506 Halle beschafft, die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h den Städteschnellverkehr zwischen Halle (Saale) und Leipzig abwickeln sollten. Bei diesen war die technische Entwicklung inzwischen so weit fortgeschritten, dass die elektrische Ausrüstung nahezu vollständig unter dem Wagenboden verschwinden konnte und keinen Platz mehr im Innenraum beanspruchte. Neben drei Steuerwagen mit den Nummern 2061-2063 waren sechs Beiwagen mit den Nummern 2981-2986 vorhanden.

Hersteller Fabriknr. Baujahr Typ urspr. Gattung Bauart Fahrzeugnr.
Wegmann ? 1927 BC4ielT-27 (1A)'(A1)'-el 1061 Foto(s) vorhanden     Verbleib ist unbekannt
Wegmann ? 1928 BC4ielT-27 (1A)'(A1)'-el 1062       Fahrzeug wurde verschrottet
Wegmann ? 1928 BC4ielT-27 (1A)'(A1)'-el 1063       Fahrzeug wurde verschrottet
Wegmann ? 1928 BC4ielT-27 (1A)'(A1)'-el 1064       Fahrzeug wurde verschrottet
Wegmann ? 1928 BC4ielT-27 (1A)'(A1)'-el 1065       Verbleib ist unbekannt
Wegmann ? 1928 BC4ielT-27 (1A)'(A1)'-el 1066       Verbleib ist unbekannt